Die Playstation-Katastrophe

Kürzlich hat Sony eine neue Version des Playstation Stores veröffentlicht. Bekannt für Updates, die dem Nutzer nichts bringen oder bestehende Funktionen entfernen, fällt auch dieses Update in diese Kategorie. Neben längeren Ladezeiten und ruckligen Animationen gibt es nun auch Zwangswerbung auf der eigenen Konsole.

Ladezeiten verdreifacht

Der bisherige Ladebildschirm des Stores lädt jetzt nicht mehr den Store, sondern einen neu gestalteten Store-Ladebildschirm. Insgesamt hat sich die Ladezeit gefühlt verdreifacht.

Übersichtlichkeit und Usability entfernt

Inhalte werden nicht mehr in Listen, sondern willkürlich unterschiedlich großen Kacheln repräsentiert (ja, andere gestalten ganze Betriebssysteme in so einem Kleinkinddesign…).   Was neu ist lässt sich kaum mehr feststellen, da Sony nun noch willkürlicher die vom Hersteller präferierten Inhalte in den Vordergrund schiebt. Zudem wurden überall Animationen eingefügt, die mit 5 bis 10 Frames pro Sekunde über den Bildschirm zuckeln.

Auch die Suchfunktion wurde detailverschlechtert: Statt der gewohnten Bildschirmtastatur des Systems muss man Buchstaben nun aus einer eindimensionalen Liste wählen. Aus den Suchergebnissen wurde konsequent die Übersichtlichkeit entfernt.

Will man einen Gratisinhalt herunterladen, lässt sich dies nun nicht mehr über eine Herunterladenschaltfläche machen. Stattdessen muss der Inhalt für 0 Euro in den Einkaufswagen gelegt werden, „gekauft“ werden und kann dann auf die eigene Festplatte verfrachtet werden. Jeder Schritt natürlich mit eigenen Bestätigungsdialogen.

Werbeeinblendung nach jedem Systemstart

Zudem ist der nach dem Systemstart ausgewählte Menüpunkt jetzt Singstarwerbung statt des zuletzt gespielten Spiels. Diese lässt sich nicht deaktivieren und ist somit eine weitere eingefügte Verschlechterung, seit ich das Gerät gekauft habe. Zahlen für Werbung, seit meinem letzten Kinobesuch habe ich so eine Unverschämtheit nicht mehr erlebt.

Von Download-Inhalten (DLC) und Alternativen

Es wäre schön, wenn Sony aufgrund des Kundenumgangs in absehbarer Zeit zugrunde gehen würde. Leider lässt die jüngere Generation – wie wir damals auch – alles mit sich machen: Immer wieder hört man davon, dass in 70-Euro-Vollpreisspielen Inhalte auf der Scheibe sind, für deren Freischaltung man im jeweiligen Online-Store nochmal zahlen muss. Sicher, als Mitdenkender ist es klar, dass man Download-Zusatzinhalte niemals kaufen darf. Wie ich das einem 13-Jährigen erklären soll, weiß ich leider auch nicht.

Und auch die Alternativen im Videospielmarkt sind alles andere als sympathische Unternehmen. Microsoft ist nach Apple das wohl unsympathischste Unternehmen unserer Zeit. Bei Nintendo liege als Erwachsener nur bedingt in der Zielgruppe. Ich hoffe momentan auf die Android-Konsole Ouya.

One thought to “Die Playstation-Katastrophe”

  1. Du scheinst ja echt zufrieden mit deiner Playstation zu sein 😉 Kann ich gut nachvollziehen, bin auch während der Suche nach dem Ausschalter für den Singstar-Menüpunkt hier gelandet. Hatte es erst für was kurzfristiges gehalten, aber langsam wirds frech.

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