Die Champions League und die mediale Grundversorgung

Laut Spiegel kostet die Champions-League-Free-TV-Lizenz geschätzte 54 Millionen pro Saison. Ein Bürger zahlt monatlich 17,98 Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er wird nicht ganz 80, fängt aber erst als Erwachsener an zu zahlen. Vielleicht sind das 60 Jahre…

          17,98 Euro
*            12
=        215,76 Euro
   
  50 000 000,00 Euro
/        215,76 Euro
=    231 738,97

     231 738,97
/            60
=      3 862,32

Über 3000 Menschen zahlen ihr ganzes Leben lang Gebühren, um in der Halbzeitpause zehn Minuten Heute-Journal statt Werbung zu sehen. Das wird man wohl gemeint haben, als man den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für die mediale „Grundversorgung“ erfunden hat.

Rostock zählt seine Hunde

Gerade hat eine Dame der Stadt bei mir geklingelt. Sie mache eine Umfrage für eine Hundezählung. Was es nicht alles gibt.

Da drängt sich doch die Frage auf, ob das nicht eine subtile Methode zur Aufspürung von Steuerhinterziehern ist, die ihre Tierchen nicht ordnungsgemäß angemeldet haben. Ein paar Leckerlis in die Tasche und der Schwarzbello wird sich schon verraten…

WordPress schützt Nutzer vor sich selbst

Unter meinen Artikeln steht mein Name, weil ich diese geschrieben habe. So wie sie sind. Wie die WordPress-Entwickler so überheblich sein können, das nicht zu respektieren, will mir einfach nicht einleuchten. WordPress? Sicher vertippt, heißt ja schließlich WordPress. Nicht belästigen, einfach ändern. Eine Software entscheidet, dass mein Urheberrecht zu brechen und ein Fehler in meinen Text einzubauen ist.

Auch für Anführungszeichen ist der Durchschnittsblogger zu dämlich: <a href="#top">? Machen wir doch einfach <a href=“#top”> draus. Mal abgesehen davon, dass ich doch entscheiden sollte, welche Anführungszeichen ich hübscher finde, führt auch das wieder zu Fehlern: Der wordpressifizierte Code-Schnipsel kann nicht mehr kopiert und einfach eingefügt werden.

Nutzerunterstützung ist gut und wichtig, sie macht unser Leben leichter. Wenn diese Unterstützung zur unabschaltbaren Bevormundung ausartet, läuft etwas grundsätzlich schief. Niemand mag Besserwisser. Niemand mag Erbsenzähler. Niemand mag Büroklammern unten rechts im Bildschirm. Und Autoren mögen es nicht, wenn ihre Texte ungefragt verändert werden.

In aller Kürze: Ein Artikel aus 398 Zeichen, 56 Wörtern und 3 Sätzen

Der Golem-Bericht über Summly, eine I-Phone-App, die Nachrichtentexte auf 400 Zeichen reduziert, finde ich interessant: Warum gibt es so wenig Blogs und Nachrichtenseiten, die Informationen komprimiert unters Volk bringen, ohne durch bewussten Vorbehalt zum vollen Artikel locken zu wollen? Schnell nach einem anstregenden Tag schnell einen breiten Überblick verschaffen. Wie Twitter, nur sinnvoll.