Arbeitgeber fordern Facebook-Zugangsdaten

Mit der Privatsphäre ist es heutzutage echt so eine Sache: Während die einen sich peinlich berührt fühlen, wenn ihre Hauswand von der öffentlichen Straße aus fotografiert wird, scheinen andere jedes Schamgefühl verloren zu haben. Das Facebook eher zur letzten Gruppe gehört, ist ja kein Geheimnis. Für Zuckerberg ist Privatsphäre ja nicht mehr zeitgemäß. Wenn aber genau dieses Unternehmen sich verantwortlich fühlt, seine Nutzer vor Arbeitgebern zu schützen, dann liegt wohl wirklich was im Argen.

Vodafone ändert meinen Vertrag: +1,50 pro Monat

Vodafone hat mir heute eine SMS geschickt: Ab dem kommenden Monat kostet meine Papierrechnung 1,50 Euro extra. Schön denke ich mir, wollte sowieso ein neues Telefon. Doch weit gefehlt: Angeblich gestattet es der Vertrag, dass Vodafone einseitig die Kosten unserer Übereinkunft verändert. Widerspruch oder gar außerordentliche Kündigung? Nicht ohne Rechtsbeistand…

Mundhygiene: „Weisser“ als weiß

Für viele Leute sind ein strahlendes Lächeln und weiße Zähne äußerst wichtig. Fast schon ironisch wirkt es da, dass es kaum Zahncremes und andere Mundhygieneartikel gibt, die weiße Zähne versprechen: Die Industrie betont stattdessen ein strahlendes „Weiss“. Schweizkonforme Internationalisierung der deutschen Sprache oder einfach nur Zahnpasta im Kopf? Mein Beitrag zu Georgs Artikel über Eszettsünder.

Jamendo: Facebook hört mit

Eine Kleinigkeit, die mir gerade beim Jamendo-Web-Musikplayer aufgefallen ist: Das Problem mit der Überwachung durch Facebook kann man gar nicht ernst genug nehmen. Jamendo ist eine Internetseite, die freie Creative-Commons-Musik im Internet bereitstellt. Außer über Werbung finanziert sich der Dienst durch die Lizenzierung von Musik für kommerzielle Zwecke. Die Künstler erhalten dabei mindestens 50 % der daraus resultierenden Einnahmen.

Von falschen Helden und Parteispenden

Das Erste zeigt derzeit eine Dokumentation mit dem Titel „Rot-Grün macht Kasse: Schröder, Fischer und die Lobbyisten“. Der mit Sicherheit sehenswerte Film hat in mir aber eine Frage aufgeworfen: Wer legt eigentlich fest, wie wir Menschen der Öffentlichkeit im Nachhinein sehen? Vor allem bei Helmut Kohl fiel mir immer wieder auf, wie sehr dieser Mann geachtet und ehrfurchtsvoll als Einheitskanzler bezeichnet wird, der in meiner unscharfen Kindheitserinnerung doch ein Steuerhinterzieher war…

Von der Bahn ums Wechselgeld betrogen

Am Samstag hatte ich ein „schönes“ Erlebnis am Rostocker Hauptbahnhof. Schon während ich zehn Minuten für eine Fahrkarte angestanden habe (vier Euro für drei Stationen, wenn das so weiter geht kann man auch bald Taxi fahren) konnte ich zusehen, wie die Leute an dem grandiosen Wir-brauchen-kein-Bahnhofspersonal-mehr-Automaten verzweifelten. Zwar stand ein Bahnbeamter neben dem Automaten, dieser hielt es aber anscheinend nicht für nötig, den Leuten bei ihrer Buchung unter die Arme zu greifen. Schon bei den Leuten vor mir gab der Automat die angekündigten zehn Cent Wechselgeld nicht aus…

Falschschreibung als Werbestrategie?

Schon länger regt mich das Produkt „Scholl Fuss Deo Spray“ auf: Ein herberer Schlag gegen die deutsche Rechtschreibung ist nur schwer zu finden. Betrachtet man eine korrekte Möglichkeit wie „Fuß-Deospray“, kommt man auf nicht weniger als drei Fehler in einem einzelnen Projektnamen. Eine Google-Suche wirft dabei die Frage auf, ob man sich Produkte so besser platzieren lassen.

„Ladys und Gentlemans“: Englische Substantive im Deutschen

Ein Problem, mit dem sich heutzutage viele Menschen auseinandersetzen müssen (oder leider eher müssten), ist der schriftliche Umgang mit Fremdwörtern. Mag manch einer die Verwendung einfach generell verdammen und sich somit keine Sorgen um Schreibweisen machen müssen, ist es für viele Menschen heutzutage kaum mehr möglich, darauf zu verzichten. Als Informatiker bin ich es gewohnt, […]

Sale? Schluss mit dem Ausverkauf der deutschen Sprache!

Beim Schlendern durch die Rostocker Innenstadt fiel mir schon vor einigen Wochen ein Laden besonders auf: In großen Buchstaben war dort das Wort „SALE“ zu lesen, was momentan nichts besonderes mehr ist. Im Gegenteil: Es ist wohl das Wort, welches man in den Fußgängerpassagen am meisten zu sehen bekommt. Das besondere an besagtem Schild: „SALE“ war dort durchgestrichen und wurde von einem ebenso großen „SCHLUSSVERKAUF“ begleitet. Eine unterstützungswürdige Aussage die mittlerweile auch schon Nachahmer gefunden hat. Zumindest an einigen Stellen ist somit „Schluss mit dem Ausverkauf der deutschen Sprache“.