Selbst(st)ändigkeitserklärung

Beim Abrunden meiner Masterarbeit bin ich über dieses vermeintlich bekannte und einfache Wort gestolpert: Selbständigkeitserklärung. Der Blick in den Duden offenbart, dass das so erlaubt, aber nicht empfohlen ist:

selbstständig (empfohlen)
selbständig

Laut der Uni Leipzig handelt es sich bei der empfohlenen um eine durch die Rechtschreibreform eingeführte Variante. Früher war eben doch nicht alles besser… Und vor allem nicht logischer.

Die Selbst(st)ändigkeitserklärung kennt der Duden leider nicht. Ein Google-Ergebnisvergleich gibt der alten Variante den Vorzug (13.000 gegen 17.000), ich werde dennoch die neue nehmen. Ich kann ja schließlich selbstständig denken…

Der Kampf gegen das generische Maskulinum

Liebe Leserinnen und Leser,

das generische Maskulinum hat es in diesen Tagen nicht leicht. Viele Gesellschaftsschichten, nicht zuletzt der Staat selbst, fordern „geschlechtergerecht zu formulieren“. So werden aus Bürgern Bürgerinnen und Bürger, aus Autofahrern Autofahrende und aus Arbeitnehmer ArbeitnehmerInnen. Solche Lösungen sind bestenfalls umständlich, oft auch falsch oder typografische Zumutungen. Studierende und Studenten sind zwei verschiedene Dinge. Doch neben allen Streitigkeiten: Führt das neue Deutsch zu einer gleichberechtigteren Gesellschaft? weiterlesen

Kreideterror auf dem Parkplatz

Der Blick aus meiner Wohnung ist eigentlich relativ trist: Bis auf das gegenüberliegende Haus und eine kleine Straße, fällt vor allem der große graue Parkplatz auf, der direkt unter meinem Fenster beginnt. Umso schöner ist es, wenn an einem sonnigen Sonntag Mittag die Vögel zwitschern und kleine Kindern ungestört spielen können – so verliert der Parkplatz gleich ein wenig von seinem Grau. Aber Moment – frei laufende Kinder, die auch noch Spaß haben? weiterlesen

Heiter nach Vietnam… Mit dem Fahrrad

Am 18. April schwangen sich die beiden Rostocker Studenten Arne und Alex auf ihre Drahtesel.  Das bescheidene Ziel: Runde 14000 Kilometer bis nach Ho Chi Minh in Vietnam. Mal sehen wie oft sie zum Schreiben kommen, aber zwei Einträge mit vielen schönen Bildern und Eindrücken sind im Blog Heiter immer weiter schon gemacht. Und die Reiseroute verspricht noch viel beeindruckendere Impressionen. Auf jeden Fall ein Feed-Abo wert. weiterlesen

Mein Vorbild: Die Rostocker Polizei

Schön, wenn man so etwas sieht: Als ich heute Abend Döner holen wollte, stand vor dem Laden ein Polizeiwagen. Auch Polizisten haben Hunger und so holten sich die zwei Beamten etwas zu essen. Dass sie zehn Minuten warten mussten ist ja nun nicht ihre Schuld, allerdings ist mir ihr Auto gleich ins Auge gesprungen:

  • in der zweiten Reihe mitten auf der Straße
  • auf der Straßenbahnschiene
  • mit laufendem Motor

Über Ostern ist Benzin auch viel zu billig und wer das Volk schützt kann nicht auch noch auf die Umwelt achten.

Wenigstens hatten sie ihre Warnblinkanlage eingeschaltet. Man kann ihnen also nicht vorwerfen, dass sie nicht bemerkt hätten, dass sie den Straßenverkehr behindern und gefährden. So was machen diese Rostocker Polizisten offensichtlich ganz bewusst.

Ich finde es immer wieder gut, wenn die Polizei ihre Vorbildfunktion wahrnimmt. Das hätte sich der normal rücksichtslose Autofahrer wohl kaum getraut und hätte die freie Parklücke drei Wagenlängen weiter genutzt. Aber jetzt weiß ich endlich wie es richtig geht.