ActiveAdmin: Standard-Datumsformat ändern

ActiveAdmin erkennt und formatiert die meisten Zeit- und Datumsangaben. In Tabellen kann es jedoch störend sein, wenn das Datum mit dem ausgeschriebenen Wochentag beginnt: Es frisst Platz und sorgt aufgrund unterschiedlicher Länge vor allem in Tabellen für eine ungleichmäßige Ausrichtung. Mit den Standardeinstellungen von ActiveAdmin und Rails-I18n ist das leider der Fall. Ich ändere das Format daher meist auf etwas wie 30.08.2015, 13:39 Uhr.

Hierfür ändere ich das Format, das ActiveAdmin für die Lokalisierung verwendet, auf default. Im vorgegebenen Initializer steht die Konfiguration aktuell nicht drin, so dass ich es am Ende ergänze:

ActiveAdmin.setup do |config|
  # ...
  config.localize_format = :default
end

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ActiveAdmin verstehen: Von der Application zur ResourceDSL

ActiveAdmin ist gut dokumentiert und auch ohne Verständnis der Interna gut zu benutzen. Spätestens wenn man eigene Erweiterungen schreiben möchte, muss man aber verstehen, wie die Engine funktioniert. Ein Anfang für Version 1.0.0.pre1:

Das Modul ActiveAdmin realisiert mittels class << self eine singleton-ähnliche Instanz von ActiveAdmin::Application:

module ActiveAdmin
  class << self
    def application
      @application ||= ::ActiveAdmin::Application.new
    end

Beim Setzen der Routen in der routes.rb wird automatisch load! ausgelöst:

module ActiveAdmin
  class Application

    def routes(rails_router)
      load!
      router.apply(rails_router)
    end

Dieses lädt alle Dateien (üblicherweise app/admin/*) und erzeugt den Default-Namespace :admin:

    def load!
      files.each{ |file| load file }
      namespace(default_namespace)
    end

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Require und Rails

Rails‘ Autoloading macht einen guten Job, so dass man Abhängigkeiten selten per Hand auflösen muss. Will man aber etwa eine bestehende Modelklasse aus einer Engine öffnen um eigenen Code zu ergänzen, so muss das Original notwendigerweise vorhanden sein:

# userengine/app/models/user

class User < ActiveRecord::Base
  belongs_to :user_group
end
# railsapp/app/models/user

require User::Engine.root.join('app', 'models', 'user')

class User < ActiveRecord::Base
  belongs_to :user_group
end

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Weniger Abstraktion ist manchmal mehr

Zunächst war ich kritisch: Kann ein Konferenzbeitrag über Routing-Ansätze brauchbare Erkenntnisse bieten? Schlussendlich ist das Routing ein sehr kleiner Teil und Rails liefert einen funktionierenden Ansatz mit. Performance-Sprünge im gesamten Kontext sind nicht zu erwarten.

Interessant finde ich aber, wie durch das Entfernen der Abstraktion zwischen Router und Controller wesentliche Konzepte vereinfacht werden können. So lassen sich die unschönen Before-Action-Hooks samt Only-Beschränkungen viel eleganter ausdrücken:

route.is 'users' do
  authorize_user_session!

  route.get do
    @users = User.all
    view(:index)
  end

  route.is ':id' do |id|
    @user = User.find(id)
    
    route.get do
      view(:edit)
    end
    
    route.post do
      @user.update(params[:user])
      redirect_to action: :show
    end
  end
end

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Konkatenation von Ruby-String-Literalen

Ich bin gerade über folgende Code-Zeile gestolpert und dachte schon etwas hilfreichem auf der Spur zu sein:

irb
2.1.3 :010 > "aaa" "bbb"
 => "aaabbb"

Es wirkt, als füge Ruby aufeinanderfolgende Strings automatisch zusammen. Leider ist diese Funktion auf reine Stringliterale beschränkt,  so dass sie in der Praxis leider kaum einen Nutzen haben dürfte:

2.1.3 :018 > "aaa" 3.to_s
SyntaxError: (irb):18: syntax error, unexpected tINTEGER, expecting end-of-input
"aaa" 3.to_s
       ^
       from ~/.rvm/rubies/ruby-2.1.3/bin/irb:11:in `<main>'

Schade drum, dennoch interessant zu wissen.

Kreative Rails-Environments

Rails-Environments sind mächtig, einfach einzurichten und schnell zu wechseln. Fast zu schade sich auf die Klassiker Test, Development und Production zu beschränken. Auch nach zehnmaligem Ändern der Mail-Einstellungen kam bei uns niemand auf die Idee, dass hier eine zweite Development-Umgebung nach Aufmerksamkeit schreit.

Mit erweitertem Horizont sind viele mehr oder weniger nützliche Umgebungen denkbar:

  • Development mit Mail-Versand um Mails im Mailprogramm zu testen
  • Development mit präkompilierten Assets
  • Development mit Production-Datenbank für Notfall-Debugging
  • Testing ohne Class-Cache um in einer Capybara-Session etwas anzupassen

Docker ohne sudo

Wie wohl alle Docker-Pakete erfordert auch das PPA von Dotcloud Root-Rechte für alle Aktionen:

me ~ docker ps
 FATA[0000] Get http:///var/run/docker.sock/v1.17/containers/json: dial unix /var/run/docker.sock: permission denied. Are you trying to connect to a TLS-enabled daemon without TLS?

Um dies zu umgehen, kann man den eigenen Nutzer in die Gruppe docker aufnehmen:

sudo gpasswd -a ${USER} docker
sudo service docker restart

Durch die Gruppenänderung muss man sich noch einmal ab- und anmelden, anschließend läuft Docker sudofrei.

Datenbanken im Home-Verzeichnis speichern

Mit PostgreSQL ist es sehr einfach einen Datenbank-Cluster im Home-Verzeichnis eines Nutzers anzulegen. Dies kann sehr hilfreich sein, wenn beispielsweise nur das Home-Verzeichnis verschlüsselt wird und die Datenbank nicht offen herumliegen soll.

Unter Ubuntu 14.10 installieren wir Postgre und betrachten das automatisch angelegte Standard-Cluster:

sudo apt-get install postgresql

pg_lsclusters
Ver Cluster Port Status Owner Data directory Log file
9.3 main 5432 online postgres /var/lib/postgresql/9.3/main /var/log/postgresql/postgresql-9.3-main.log

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